Die Bodensee-Wasserversorgung versorgt ihre 183 Mitglieder mit jährlich über 130 Millionen Kubikmeter Trinkwasser. In dieser Funktion ist sie der größte Wasserversorgungszweckverband in Deutschland. Ottmarsheim ist eine von 6 Betriebsstellen, die das Leitungsnetz betreuen.
Die bestehenden Betriebsgebäude wurden z.T. abgebrochen, erneuert und erweitert. Es entstanden neue Arbeits- und Aufenthaltsbereiche mit Sozialräumen. Der Raumbedarf für das Zentrallager und die Kommissionierung von Rohren für die Netzinstandhaltung wurde optimiert, Verkehrsflächen einschließlich Förderanlagen und Kran erweitert.
Der Umbau und die Erweiterung des Bestandsgebäudes, der Garagen sowie des Zentrallagers erfolgten unter Einbeziehung regionaler Baustoffe in Holzelement- und Holzrahmenbauweise.
Die Stahlbaukonstruktion des bestehenden Betriebsgebäudes mit Werkstatt und Lagerhalle wurde als „Graue Energie“ erhalten und die Gebäudehülle den energetischen Anforderungen angepasst. Die gesamte Haustechnik wurde unter klimaneutralen Aspekten erneuert und mit Erdwärmepumpentechnik ausgestattet. Die flächendeckend auf allen Dächern ausgeführte PV -Anlage dient neben dem Eigenverbrauch auch der Einspeisung ins öffentliche Netz mit dem Ziel einer CO2-Reduzierung für die Gesamtenergiebilanz der Bodensee-Wasserversorgung.
Das Wasserversorgungsnetz gilt als „Kritische Infrastruktur“ und unterliegt somit den Vorgaben (KRITIS-Verordnung) des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat. Dadurch mussten für alle Anlagen und Einrichtungen erhöhte physische und informationstechnologische Sicherheitsanforderungen umgesetzt werden.