Als südlicher Abschluss des Werksgeländes der Aesculap AG nimmt die Fassadengestaltung der neuen Vorfertigungsfabrik bewusst Elemente und Strukturen der bestehenden Gebäude auf und gliedert die drei Bauteile: Produktionshalle, Nebentrakt mit Büros und Sozialräumen und Technikzentrale auf dem Dach.
In der zweigeschossigen Fertigungshalle werden CNC basierte Prozesse ausgeführt: Drehen, Erodieren, Fräsen, Oberflächenbehandlung und Schleifen. Neben der Produktionsfläche umfasst die Planung Büroarbeitsplätze, Sozialbereiche und Logistikflächen für die Anlieferung und Entsorgung.
Die die Produktion andienenden Funktionen sind längsseitig des Gebäudes in einem dreigeschossigen Riegel mit zum Teil flexiblen Büroarbeitsplätzen und Sozialräumen untergebracht. Umkleiden mit Spindzone und Duschen sind im Zwischengeschoss verortet, und bilden die Schnittstelle zwischen beiden Produktionsebenen.
Die vertikal gegliederte Frontfassade präsentiert sich mit großformatigen Lamellenkörpern, deren Stahlunterkonstruktion mit weißem Glasfasergewebe bespannt ist. Dazwischen sind hochformatige Glaselemente zur Belichtung der Produktionshalle angeordnet. Diese markante Struktur löst sich auf den Gebäudeseiten in einzelne, durch Fugen getrennte helle Scheiben auf, und wirkt als Kontrast zu der anthrazitfarbenen Metallfassade des Anbaus. Das Technikgeschoss ist mit horizontalen Lamellen verkleidet. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage geplant.
Dem Projektstart vorgeschaltet wurde das separate Projekt „Geothermie“.