Der Baukörper des neuen Hotel- und Restaurantgebäudes der „Dornröschenburg“ bei Hofgeismar platziert sich abstrakt in der gedachten Fortführung des inneren und äußeren Burgwalls. Dabei hält er respektvollen Abstand zur historischen Palaisruine mit den zwei möchtigen Türmen und Giebelfassaden, hat jedoch seinen eigenen Charakter.
Die zur Landschaft ausgerichtete Seite zeigt sich in ihrer Materialität als massive Burgmauer aus Stein, an die sich auf der Rückseite –inspiriert von Vorbildern alter Wehrkastelle- die Räume für Küche, Technik, Treppenhaus und einige Gästezimmer anlehnen. Bedacht mit Schiefer, die Mauern lehmverputzt.
Der Eingang mit Foyer befindet sich in der Fuge von Alt und Neu. Dem Hotelgast wird der Weg zu den unterschiedlichen „Schlafquartieren“ gewiesen: Ost- und Westturm, Kanzleigebäude oder Neubautrakt werden über Vorplatz, Wirtschaftshof oder Turmtreppen erschlossen, auf dem Weg taucht man sprichwörtlich in das Burgleben ein. Das Restaurant im Bauch des Gebäudes lädt zum Feiern ein und ermöglicht den weiten Ausblick über den Tierpark in die Ferne.