Die fließenden Übergänge zwischen Landschaft und Gebäuden definieren die langgestreckten Baukörper, die sich wie fingerartige Strukturen ins Gelände ziehen. Gebäude und Natur verschränken sich und holen die Umgebung ins Unterrichtsgeschehen. Die Offenheit und Durchlässigkeit, die im Namen der Schule und im pädagogischen Ansatz verankert sind, wurden von Anfang an als gestaltprägend verstanden.
Das Relief der Dachlandschaften prägt auch die Innenräume: Großzügige „Offene Mitten“ wechseln sich mit Lernorten ab und werden durch zahlreiche Oberlichter erhellt, die sich durch die gegeneinander schwingenden Holzdächer öffnen und schließen. Die grünen Fugen übernehmen dabei die Funktion einer grünen „Offenen Mitte“.
Der eingeschossige Entwurf schafft für alle Jahrgänge gleiche räumliche Qualitäten. Nahezu durchgängig werden Holz und Glas eingesetzt. Zwischen den Lernorten verbessern schwere Stampflehmwände das hygrische Raumklima und wirken zusammen mit der thermisch aktivierten Bodenplatte als träge Speichermasse.